avaay Medical
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Februar 06
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5 min

Cannabis-Strain: Super Citra G.

Super Citra G. ist eine Cannabissorte, die durch ihre Hybrid-Genetik und ihr ausgeprägtes Aromaprofil auffällt. Mit ihrem hohen THC-Gehalt richtet sie sich vor allem an erfahrene Nutzende. Ein genauer Blick zeigt, wie Herkunft, Anbau und Terpene diese Sorte prägen.

Auf einen Blick: Super Citra G. 

  • Genetik: Hybrid, Sativa dominant
  • Eltern: Ultra Sour × Lemon Margy
  • THC: 27-35 %
  • CBD: ≤ 1 %
  • Terpene: Limonen, Pinene, β-Caryophyllen

Super Citra G. ist ein sativa-dominanter Hybrid, dessen genetische Herkunft bereits viel über seinen Charakter verrät. Die Sorte ist eine Kreuzung aus den Eltern "Ultra Sour" und "Lemon Margy" – eine Mischung, die bei einigen Nutzenden Erinnerungen an traditionsreiche Haze-Sorten wachrufen könnte.

Mit einem THC-Gehalt von bis zu 35 Prozent gehört Super Citra G. zu den hochpotenten Sorten. Entsprechend richtet sie sich vor allem an erfahrene Cannabis-Patient:innen, die mit starken Wirkprofilen vertraut sind.

Nahaufnahme einer getrockneten Super Citra G Blüte mit hohem Trichombesatz.
Nahaufnahme einer getrockneten Super Citra G Blüte mit hohem Trichombesatz.

Grower

Super Citra G. wird für den medizinischen Einsatz und für avaay Medical unter anderem von Organigram Inc. produziert. Organigram gehört zu jenen Unternehmen der kanadischen Cannabisbranche, die früh verstanden haben, dass es bei dieser Pflanze um mehr geht als um Wirkstoffzahlen. Gegründet 2013 in Moncton, New Brunswick, begann Organigram als Anbieter von medizinischem Cannabis. Heute positioniert sich das Unternehmen als globaler Akteur, der Cannabis nicht nur produziert, sondern kulturell und industriell mitgestalten will.

Im Mittelpunkt steht der kontrollierte Indoor-Anbau. Die zentrale Produktionsanlage in Moncton erstreckt sich über rund 14 Hektar – ein in sich geschlossenes System aus sortenspezifischen Anbauräumen, fein abgestimmten Mikroklimata und präzise gesteuerten Wachstumsbedingungen.

“Wir sind glücklich, dass wir unser Versprechen von Qualität, Konsistenz und einem sich ständig weiterentwickelnden, verbraucherorientierten Sortiment konsequent einhalten",

so Tim Emberg, President von Organigram Canada. Qualität und Konsistenz sind hier das Ergebnis technischer und agronomischer Detailarbeit. Ergänzt wird die Hauptanlage durch weitere moderne Standorte in mehreren kanadischen Provinzen.

Doch Organigram versteht sich nicht allein als Produzent. Das Unternehmen investiert gezielt in Forschung, Produktentwicklung und nachhaltige Prozesse – mit dem Anspruch, Cannabis neu zu denken: als reguliertes Therapiegut, als Gegenstand wissenschaftlicher Auseinandersetzung und als Teil eines gesellschaftlichen Wandels. Internationale Partnerschaften sollen diese Perspektive über Kanada hinaus tragen.[1]

Qualität

Cannabispflanzen für den medizinischen Gebrauch werden nach GACP-Standards kultiviert und unter GMP-Vorgaben weiterverarbeitet – also nach jenen strengen Kriterien, die auch für Arzneimittel gelten. avaay Medical prüft dabei kontinuierlich, ob die Hersteller diese Anforderungen zuverlässig erfüllen.

Aroma: Geruch & Geschmack von Super Citra G.

Das Aromaprofil von Super Citra G erschließt sich vor allem über seine Terpene. Im Vordergrund stehen Limonen, Pinene und β-Caryophyllen – eine Kombination, die der Sorte ihre prägnante, zugleich vielschichtige Note verleiht.

  • Limonen sorgt für eine deutlich wahrnehmbare Zitrusfrische, die an Zitrone und Grapefruit erinnert.
  • Pinene bringt eine kühle, harzige Komponente ins Spiel, mit Anklängen von Kiefernnadeln und frischem Wald.
  • β-Caryophyllen schließlich verleiht dem Aroma eine würzige Tiefe, leicht pfeffrig, erdend und strukturierend.

Zusammen ergibt sich ein klares, lebendiges Duftbild: frisch und hell im Auftakt, getragen von einer trockenen, würzigen Basis.

Tim Dresemann, Cannabis-Sommelier der Sanity Group, hat Super Citra G direkt im Anbau bei Organigram erlebt. Sein Eindruck: "Ich mag einfach diesen stechenden Zitrusgeruch, der ganz leicht in die Haze-Richtung geht. Sieht gut aus hier im Anbauraum, schön homogener Bestand. Der Geruch ist natürlich ziemlich intensiv, wenn man in so einen Raum kommt. Der ist auch noch mal anders als das fertige Produkt. Die frische Pflanze riecht ja immer noch mal anders. Aber man erkennt schon, in welche Richtung es geht und dass es ziemlich intensiv wird."[2]

Unser Tipp: Weitere Eindrücke vom Besuch bei Organigram teilt Tim Dresemann auf seinem YouTube-Kanal.

Super Citra G.: Mögliche Wirkung

Die potenzielle Wirkung von Super Citra G. lässt sich unter anderem über die in der Sorte dominierenden Terpene einordnen.

  • Limonen wird in Studien häufig mit stimmungsaufhellenden und antidepressiven Eigenschaften assoziiert.[3]
  • Pinene werden wissenschaftlich unter anderem im Zusammenhang mit positiven Effekten auf Konzentration, Gedächtnisleistung und auf ihre entzündungshemmenden Prozessen untersucht.[4,5,6,7] Zudem gibt es Hinweise auf eine schützende Wirkung im Magen-Darm-Bereich.[8]
  • β-Caryophyllen wiederum wird in der Forschung vor allem wegen seiner entzündungshemmenden Eigenschaften untersucht.[9]

Wie stark und in welcher Form sich diese Effekte im Einzelfall zeigen, hängt jedoch von vielen Faktoren ab – darunter Dosierung, individuelle Reaktion und Gesamtkontext der Anwendung.


FAQ

Ist die Cannabissorte Super Citra G. Sativa oder Indica?

Super Citra G. ist ein sativa-dominanter Hybrid. Die Sorte vereint genetische Anteile von Sativa- und Indica-Pflanzen, weist in ihrer Ausprägung jedoch eine klare Sativa-Tendenz auf.

Woran erkenne ich, ob eine Cannabisblüte Super Citra G. ist?

Eine Cannabisblüte lässt sich nicht eindeutig allein am Aussehen als Super Citra G. identifizieren. Zwar können Merkmale wie ein frisches, zitrusbetontes Aroma, dichte Blütenstruktur oder eine starke Harzbildung Hinweise geben, diese Eigenschaften kommen jedoch auch bei vielen anderen Sorten vor.

Verlässliche Sicherheit bietet nur die Herkunft: Bei medizinischem Cannabis ist die Sorte über Etikettierung, Chargenangaben und Analysezertifikate eindeutig ausgewiesen. Ohne diese Informationen – etwa im nicht-medizinischen Kontext – ist eine sichere Zuordnung kaum möglich.

Welche ist die stärkste medizinische Cannabissorte?

Darauf gibt es keine eindeutige Antwort. Eine „stärkste“ medizinische Cannabissorte existiert nicht, da Wirkung nicht allein vom THC-Gehalt abhängt. Zwar werden Sorten mit sehr hohen THC-Werten (teils über 30 %) oft als besonders stark wahrgenommen, entscheidend sind jedoch auch Faktoren wie Terpenprofil, individuelle Verträglichkeit, Dosierung und Anwendungsform.

Was für eine Person als stark empfunden wird, kann für eine andere zu intensiv oder ungeeignet sein. In der medizinischen Therapie geht es daher weniger um maximale Potenz als um eine Sorte, die zum jeweiligen Krankheitsbild und zur Person passt. Welches Cannabis auf Rezept verwendet wird, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.


Quellen

[1] Organigram – Unternehmenswebsite. https://www.organigram.ca/

[2] Dresemann, T. (22.01.2026). Warum F1-Hybride die Zukunft sind: High-Tech Anbau bei Organigram – Kanada Pt.2 [Video]. In: Toking Tim. YouTube: https://youtu.be/rkLlxcRZ4fM?si=sh9e4_H17Gtvaxgb

[3] Komori, T et al. “Effects of citrus fragrance on immune function and depressive states.” Neuroimmunomodulation vol. 2,3 (1995): 174-80.

[4] Khan-Mohammadi-Khorrami, Mohammad-Kazem et al. “Neuroprotective effect of alpha-pinene is mediated by suppression of the TNF-α/NF-κB pathway in Alzheimer's disease rat model.” Journal of biochemical and molecular toxicology vol. 36,5 (2022): e23006.

[5] Lee, Gil-Yong et al. “Amelioration of Scopolamine-Induced Learning and Memory Impairment by α-Pinene in C57BL/6 Mice.” Evidence-based complementary and alternative medicine : eCAM vol. 2017 (2017): 4926815.

[6] Khoshnazar, Mahdieh et al. “Alpha-pinene exerts neuroprotective effects via anti-inflammatory and anti-apoptotic mechanisms in a rat model of focal cerebral ischemia-reperfusion.” Journal of stroke and cerebrovascular diseases : the official journal of National Stroke Association vol. 29,8 (2020): 104977.

[7] Santos, Enaide Soares, et al. "Potential anti-inflammatory, hypoglycemic, and hypolipidemic activities of alpha-pinene in diabetic rats." Process Biochemistry 126 (2023): 80-86.

[8] Salehi, Bahare et al. “Therapeutic Potential of α- and β-Pinene: A Miracle Gift of Nature.” Biomolecules vol. 9,11 (2019): 738.

[9] Basile, Aulus Conrado, et al. "Anti-inflammatory activity of oleoresin from Brazilian Copaifera." Journal of Ethnopharmacology 22.1 (1988): 101-109.

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